Seit dem Jahr 1996 führt das Institut für Umwelt- und Planungsrecht, in den letzten Jahren insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, jährlich im Frühjahr ein zweitägiges Umweltrechtliches Symposion durch.

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Foto: Colourbox

Entwicklungslinien und Perspektiven des Umwelt- und Planungsrechts

Das Umwelt- und Planungsrecht befindet sich seit dem ersten Leipziger Umweltrechtlichen Symposion im Jahre 1996 in einem Prozess tiefgreifender Veränderung. So haben insbesondere die Vorgaben des Unionsrechts zu einer deutlichen Aufwertung von Umweltqualitätszielen geführt, was im traditionellen deutschen Umweltrecht teilweise als Paradigmenwechsel von einer konditionalen zu einer finalen Rechtsetzung empfunden wurde. Verstärkt wird diese Wahrnehmung zum einen durch den Umstand, dass die zunehmende Orientierung an Umweltqualitätszielen häufig vor allem durch mitgliedstaatliche Planungen erreicht werden sollen, die im deutschen Umweltrecht teilweise ohne Vorbild waren. Zum anderen wurden die Umweltverbände zunehmend in die Lage versetzt, Umweltqualitätsziele einzuklagen und auch die Beteiligung der Öffentlichkeit wurde (zunächst) sukzessive ausgebaut. Schließlich sind die planetaren Herausforderungen der Klima-, Biodiversitäts- und Verschmutzungskrise in zunehmenden Maße durch transformative Ansätze zu bewältigen. Dabei wird die Integration der sektoralen Steuerungsansätze zunehmend bedeutsamer.

Das 30. Leipziger Umweltrechtliche Symposion will eine Zwischenbilanz ziehen und der Frage nachgehen, wie sich diese Entwicklungslinien und Herausforderungen im Immissionsschutzrecht, im Naturschutzrecht, im Wasserrecht und im Kreislaufwirtschaftsrecht als überkommenen Teilrechtsgebieten des Umweltrechts niedergeschlagen haben und in welche Richtung sie für die Zukunft weisen. Wo gibt es Parallelen und wo liegen die Unterschiede? Zudem sollen das Recht der Rohstoffgewinnung und der Rechtsschutz aufgrund ihrer eigenständigen Bedeutung gesondert gewürdigt werden. Schließlich gibt es ein Resümee aus praktischer Perspektive. 

Das Symposion findet am 26./27. März 2026 im Sitzungsaal des Neuen Rathauses in Leipzig statt und wird veranstaltet vom Institut für Umwelt- und Planungsrecht der Universität Leipzig (IUPR) und vom Department für Umwelt- und Pla-nungsrecht des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ in Zusammenarbeit mit der Leipziger Vereinigung für Umwelt- und Planungsrecht sowie dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

Für das Institutsdirektorium
Prof. Dr. Kurt Faßbender
Prof. Dr. Moritz Reese

Flyer
PDF 448 KB

Anmeldung Über das UFZ

Wege zur Umsetzung der Klimaschutzziele im Umwelt- und Planungsrecht (30. - 31. März 2023)

Anbei finden Sie die Präsentationen zu den Vorträgen beim 27. Umweltrechtlichen Symposion zum Download.
Die Präsentation von Herrn Prof. Dr. Pielow wird später hinzugefügt.

Prof. Dr. Kurt Faßbender:POTENTIALE UND GRENZEN DES BUNDES-KLIMASCHUTZGESETZES
PDF 1 MB

RA Prof. Dr. Bernd Dammert:KLIMASCHUTZ IN DEN UMWELTPRÜFUNGEN: STATUS QUO UND PERSPEKTIVEN
PDF 380 KB

Prof. Dr. Matthias Knauff:DIE ROLLE DES UPR BEI DER UMSETZUNG DER KLIMASCHUTZZIELE IM VERKEHRSSEKTOR
PDF 2 MB

Aktuelle Herausforderungen der Bewirtschaftungsplanung und des Wassermanagements (31. März - 01. April 2022)

Die Thesenpapiere zum 26. Umweltrechtlichen Symposion finden Sie im Reiter Aktuelles. Um zum Tagungsband zu gelangen, folgen Sie folgendem Link: ISBN 978-3-7560-1204-6 

  • 20. „Entwicklungslinien und Perspektiven des UPR" am 16. und 17. April 2015 (Tagungsband)
  • 19. „Aktuelle Entwicklungen im Naturschutzrecht“ am 10. und 11. April 2014 (Tagungsband)
  • 18. „Versorgungssicherheit in der Energiewende - Anforderungen des Energie-, Umwelt- und Planungsrechts“ am 18. und 19. April 2013 (Tagungsband)
  • 17. „Aktuelle Entwicklungen im Immissionsschutzrecht“ am 19. und 20. April 2012 (Tagungsband)
  • 16. „Auf dem Weg in die Recyclinggesellschaft? - Aktuelle Entwicklungen im Kreislaufwirtschaftsrecht“ am 14. und 15. April 2011 (Tagungsband)
  • 15. „Implementation der Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland – Erfahrungen und Perspektiven“ am 22. und 23. April 2010 (Tagungsband)
  • 14. „Klimaschutz durch Erneuerbare Energien“ am 23. und 24. April 2009 (Tagungsband)
  • 13. „Auf dem Weg zu einem Umweltgesetzbuch nach der Föderalismusreform“ am 17. und 18. April 2008 (Tagungsband)
  • 12. „Bodenschutz und Altlastenrecht unter europäischem Einfluss“ am 26. und 27. April 2007 (Tagungsband)
  • 11. „Immissionsschutz durch Emissionshandel - eine Zwischenbilanz“ am 4. und 5. Mai 2006 (Tagungsband)
  • 10. „Umweltqualität durch Planung“ am 21. und 22. April 2005 (Tagungsband)
  • 9. „Rechtliche Aspekte des vorbeugenden Hochwasserschutzes“ am 22. und 23. April 2004 (Tagungsband)
  • 8. „Umwelthaftung vor der Neugestaltung – Erwartungen und Anforderungen aufgrund des künftigen Europäischen Umwelthaftungsrechts" am 3. und 4. April 2003 (Tagungsband)
  • 7. „Perspektiven des Naturschutzes“ am 25. und 26. April 2002 (TagungsbandS)
  • 6. „Daseinsvorsorge durch Privatisierung – Wettbewerb oder staatliche Gewährleistung“ am 5. und 6. April 2001 (Tagungsband)
  • 5. „Abgabenrechtliche Verhaltenssteuerung im Umweltrecht“ am 21. und 22. Juni 2000
  • 4. „Immissionsschutz zwischen Integrationskonzept und Verfahrensbeschleunigung“ am 22. und 23. April 1999
  • 3. „Das Kreislaufwirtschaftsgesetz in der Praxis“ am 22. und 23. April 1998
  • 2. „Aktuelle Probleme des Gewässerschutz- und Abwasserrechts“ am 16. und 17. April 1997
  • 1. „Das neue Bundes-Bodenschutzgesetz – Fragen und Erwartungen am 17. und 18. April 1996

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