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Forschung Aktuelles

Zum 1.10.2022 startet das Verbundprojekt „MaLeFiz“ (Maschinelles Lernen zur effizienten Identifikation auffälliger Finanztransaktionen), gefördert durch das BMBF. Wir freuen uns, Teil dieses Verbunds sein dürfen.

Frau Professorin Höffler wurde in den wissenschaftlichen Beirat des neu gegründeten Zentrums für kriminologische Forschung Sachsen e.V. berufen.

Frau Professorin Katrin Höffler wurde als Mitglied des CIDAS (Campus-Institute Data Science, Georg-August-Universität Göttingen) aufgenommen. 

Für die Amtsperiode ab 2020 wurde Frau Professorin Katrin Höffler als Fachkollegiatin für die Rechtswissenschaften in das Fachkollegium der DFG gewählt. Sie ist Sprecherin des Kollegiums.

Die Doktorarbeit von unserer Habilitandin, Jun.-Prof. Dr. Lucia Sommerer, LLM (Yale), Halle, (Personenbezogenes Predictive Policing - Kriminalwissenschaftliche Untersuchung über die Automatisierung der Kriminalprognose) wurde mit dem Fakultätspreis der Universität Göttingen, mit dem Wissenschaftspreise der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik (DSRI), mit dem 1. Platz des Deutschen Studienpreises der Körber-Stiftung und dem Nachwuchspreis der Kriminologischen Gesellschaft ausgezeichnet.

MaLeFiZ

Maschinelles Lernen zur effizienten Identifikation auffälliger Finanztransaktionen  (MaLeFiZ), gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. [Förderkennzeichen (FKZ) 13N16304]

BMBF-Förderrichtlinie: Künstliche Intelligenz in der zivilen Sicherheitsforschung II

Koordination: Frauenhofer Institut. Leitung des hiesigen Teilprojektes: Prof. Dr. Katrin Höffler; Mitarbeit: wiss. Mit. Timo Hauler.

Das Gesamtvorhaben betrachtet die Kriminalitätsphänomene Geldwäsche und
Terrorismusfinanzierung aus einer ganzheitlichen, interdisziplinären sowie praxisrelevanten
Perspektive. In dem Projekt soll eine auf maschinellen Lernverfahren aufbauende anwendertaugliche Lösung entwickelt werden, die Finanzströme, welche auf bestimmte Typologien der Geldwäsche oder der Finanzierung von Terrorismus hindeuten, effektiver und effizienter identifizieren kann als bisher etablierte Verfahren der Transaktionsüberwachung. Die Entscheidungsfindung der angestrebten Lösung soll darüber hinaus zu jeder Zeit sowohl von den Anwendern wie auch den Ermittlungsbehörden
nachvollzogen werden können. Verpflichtete des Finanzsektors, der Strafverfolgungsbehörden, sowie Rechtsexperten werden in den kompletten Entwicklungsprozess eingebunden, um im Rahmen eines partizipativen, iterativen Verfahrens eine umfassende Lösung zu generieren, die die Ansprüche und Interessen aller Interessengruppen bedient. Des Weiteren wird in dem Projekt eine robuste Kontrollinfrastruktur für KI-Anwendungen, die im Ermittlungskontext eingesetzt werden, definiert sowie praxistaugliche Handlungsmaßstäbe sowohl für Entwickler wie auch Endanwender formuliert.

Auf der linken Seite ist der Bundesadler neben den Farben der Deutschlandfahne zu sehen. Rechts steht in schwarzer Schrift "Bundesministerium für Bildung und Forschung".
Logo des BMBF, Förderer des MaLeFiZ.

Die (Re-)Integration von Haftentlassenen in den Arbeitsmarkt

Arbeit ist ein Schlüsselelement für gesellschaftliche Teilhabe und soziale Integration. Die Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit und die (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt nach der Entlassung gilt daher als wichtige Voraussetzung für die Legalbewährung von Strafgefangenen. Dennoch findet die intramurale Gefangenenarbeit zu schlechteren Bedingungen als in der freien Wirtschaft statt, was zu resozialisierungsfeindlichen Benachteiligungen führt. Der direkte Übergang in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis ist wiederum häufig nicht gewährleistet. Ziel dieses Dissertationsvorhabens ist daher die Erarbeitung eines dreistufigen Konzepts, das die lückenlose Reintegration in den Arbeitsmarkt durch Innovationen in der Gefangenenarbeit, im Übergangsmanagement und in der Sozialgesetzgebung bestmöglich fördert.

The (re)integration of ex-prisoners into the labor market

Work is a key element for social participation and integration. Establishing employability and (re)integration into the labor market after release is therefore considered an important prerequisite for the legal probation of prisoners. Nevertheless, intramural prison work takes place under worse conditions than in the free economy, which leads to disadvantages that are detrimental to resocialization. In turn, the direct transition into regular employment is often not guaranteed. The aim of this project is therefore to develop a three-stage concept that best promotes seamless reintegration into the labor market through innovations in prison labor, transition management and social legislation.

Ansprechpartnerin: Julia Biastoch

Computergestützte Strafzumessung

Die Digitalisierung vieler gesellschaftlicher Bereiche geht auch an der Strafjustiz nicht vorbei. Der Einsatz informationstechnischer Systeme in der Rechtsanwendung kommt auch hier zunehmend in den Bereich des technisch Möglichen. An der Schnittstelle zwischen dem Recht der Digitalisierung und der Digitalisierung des Rechts widmet sich Hauke Bock in seinem Promotionsvorhaben den spezifischen Chancen und Risiken des Einsatzes computergestützter Systeme in der Strafzumessung. Das Ziel ist eine nach verschiedenen technischen Ansätzen und ihrem jeweiligen Einfluss auf die Strafzumessungsentscheidung differenzierte, rechtliche Analyse denkbarer Systeme computergestützter Strafzumessung.

 

Computer-aided Sentencing

As well as many other areas of society the criminal justice system has been increasingly affected by digitalization, as IT-solutions for the application of law have been developing. In his PhD project, Hauke Bock explores specific chances that are offered and risks that are posed by the use of computer-aided applications in sentencing decisions. The primary aim is to perform a legal analysis of computer-aided sentencing by differentiating between various technical approaches and their differing influences on sentencing decisions.

Ansprechpartner: Hauke Bock

Polizei und Massendaten - Überlegungen zum Wandel polizeilicher Sozialkontrolle

Die allumfassende Datenflut des digitalen Zeitalters stellt die Polizeibehörden vor neue Herausforderungen und bietet gleichzeitig Chancen. Auf diese Entwicklung wird unter anderem mit einer Umstrukturierung des polizeilichen Informationswesens reagiert. In seinem Promotionsvorhaben setzt sich Felix Butz mit den Implikationen dieser Wandlungsprozesse auf die Polizei als Institution der formellen Sozialkontrolle in theoretischer und rechtstatsächlicher Hinsicht auseinander. Vorrangiges Ziel dabei ist, die Funktionsweise von sowie Prozesse des polizeilichen Informationswesens im Angesicht des Massendatenphänomens näher zu beleuchten, um so zum Verständnis polizeilicher Informationsarbeit, die das Fundament für die moderne Polizei bildet, aus kriminologischer Perspektive beizutragen.

 

The all-encompassing flood of data in the digital age poses new challenges for police authorities but at the same time offers far-reaching opportunities. One of the responses to this development is a restructuring of the police information system. In his dissertation project, Felix Butz examines the implications of these processes of change for the police as an institution of formal social control from a theoretical, empirical and legal perspective. The primary goal is to shed light on the functioning and the processes of the police information system in the face of the mass data phenomenon in order to contribute to the understanding of police information work, which forms the foundation of the modern police, from a criminological perspective.

Ansprechpartner: Felix Butz

Das neue Fahrverbot im Sanktionenrecht

Durch Artikel 1 des am 24.08.2017 in Kraft getretenen Gesetzes zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens vom 17.08.2017 wurde die Regelung zum Fahrverbot in § 44 StGB in ihrem Wesen verändert. Eine historische und strafzwecktheoretische Analyse der Neuerungen sowie eine empirische Evaluation der Reform sind Gegenstand des Promotionsvorhabens von Tim Nicklas Festerling.

The New Driving Ban in Sanctions Law

Article 1 of the law on the more effective and practicable design of criminal proceedings which came into force on 24th of August 2017 changed the regulation on the driving bans’ essence in § 44 StGB. Tim Nicklas Festerling's PhD work is concerned with a historical and theoretical analysis of the reform’s innovations and an empirical evaluation.

Ansprechpartner: Tim-Nicklas Festerling

Täter-Opfer-Ausgleich und Zeugenbetreuung in Hamburg – eine opferbezogene Evaluation

Im Jahr 2019 ist das Hamburgische Resozialisierungs- und Opferhilfegesetz (HmbResOG) in Kraft getreten. § 42 HmbResOG sieht eine Evaluation der Anwendung und Auswirkungen des Gesetzes vor. Die Dissertation soll zwei Institutionen aus dem Abschnitt Opferhilfe evaluieren: den Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) für Erwachsene (§ 28 HmbResOG) und die Zeugenbetreuung (§ 25 Abs. 1 und 3 HmbResOG). In Hamburg ist die TOA-Stelle bei der Staatsanwaltschaft angebunden, die Zeugenbetreuung beim Landgericht. Es werden die Arbeitsprozesse dieser beiden Institutionen beleuchtet sowie die Effekte auf die Opfer. Dafür sind im Wesentlichen zwei methodische Schritte vorgesehen: Qualitative Interviews mit den MitarbeiterInnen und den KlientInnen sollen Einblick in die Arbeitsprozesse und die Erfahrungen der KlientInnen mit den Institutionen geben sowie relevante Aspekte für die Effektevaluation liefern. Diese soll anschließend mittels einer quantitativen Fragebogenerhebung bei den KlientInnen erfolgen. Ziel der Dissertation ist es, eine Einschätzung über die Arbeitsqualität der beiden Institutionen zu erlangen, etwaige Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und gegebenenfalls Hinweise auf Weiterentwicklungsmöglichkeiten des HmbResOG zu geben.

 

Victim-Offender-Mediation and Witness Support Service in Hamburg – a victim-focused evaluation

The act for reintegration and victim support of the city of Hamburg – Hamburgisches Resozialisierungs- und Opferhilfegesetz (HmbResOG) – came into effect in 2019. Section 42 of HmbResOG stipulates an evaluation of the implementation and the impacts of this act. This dissertation evaluates two institutions of victim support: the Victim-Offender-Mediation (VOM) for adults (section 28 of HmbResOG) and the Witness Support Service (section 25 of HmbResOG). In Hamburg the VOM-service is located at the public prosecution authority, the Witness Support Service at the district court. The work processes of these institutions as well as the effects to the victims are going to be examined following two methodical steps: qualitative interviews with staff members and clients are expected to give insights into the work processes and the clients’ experiences with the institutions as well as into relevant aspects for the impact evaluation. Subsequently, the impact evaluation will be conducted with a quantitative survey for the clients. The dissertation aims to assess the institutions’ work quality, identify potential possibilities for improvement of practices and processes, and, if applicable, suggests potentially necessary legislative changes.

Ansprechpartner: Henrik Kämmler

Zwischen Devianz und Konformität: Eine kriminologische Untersuchung von Kriegsvergewaltigungen

Vergewaltigungen wurden historisch als unvermeidbare Nebenfolge kriegerischer Auseinandersetzungen betrachtet und waren lange Zeit mit einem Tabu belegt. Erst ist jüngerer Zeit wird dem Phänomen mehr Aufmerksamkeit zuteil. Gleichwohl fehlt es bis heute an einer umfassenden Aufarbeitung von Hintergründen und Folgen der Taten. Besonders interessant ist, dass die Taten vielfach den Bereich klassischer Devianz verlassen und sich stattdessen in Richtung einer Konformität bewegen. In manchen Fällen muss gar von einem Einsatz als „Kriegswaffe“ gesprochen werden. Unklar ist dabei bis heute, wann und warum es zu Kriegsvergewaltigungen kommt und wie diese möglicherweise verhindert werden können. Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, ein besseres Verständnis für das Phänomen der Kriegsvergewaltigung zu schaffen und dessen kriminologische Hintergründe auszuleuchten. So soll ein Beitrag zu einer künftigen Prävention dieser Taten geleistet werden.

 

Between deviance and conformity: A criminological exploration of wartime rape

The attention to sexual violence in armed conflict is growing worldwide. Still, wartime rape and its criminological background are massively under-explored. Especially interesting, the act of wartime rape seems to leave the field of classical deviance towards approaching conformity in many cases. Sometimes, wartime rape is used as a weapon of war. Up to today, it is uncertain, when and why wartime rape happens and how it could be prevented from happening in the future. The project pursues the objective to create better understanding for the phenomenon of wartime rape and to illuminate its criminological background. By doing so, the project is aimed to contribute to the prevention of future suffering.

Ansprechpartnerin: Anouk Noelle Nicklas

Strafrechtliche Compliance in der katholischen Kirche

Der sexualisierte Machtmissbrauch in der katholischen Kirche ist ein anhaltendes Problem von hoher gesellschaftlicher Brisanz: 2021 offenbart ein Gutachten die jahrzehntelange Verharmlosung und Vertuschung des Missbrauchs im Erzbistum Köln, 2022 belastet eine Untersuchung zum Erzbistum München und Freising den emeritierten Papst Benedikt XVI. schwer. Die Untersuchungen zeigen, dass diese institutionellen Verfehlungen ihrerseits neue Straftaten ermöglichen – ein Zusammenhang, der bereits aus dem Bereich der Wirtschaftskriminologie bekannt ist. Die Siemens-Korruptionsaffäre etwa wurde maßgeblich durch einen bewusst untätig bleibenden Vorstand katalysiert. An diese Parallele knüpft dieses Dissertationsvorhaben an und fragt danach, welchen Beitrag das zur Bewältigung von organisationaler Unternehmenskriminalität etablierte Instrument der strafrechtlichen Compliance in Bezug auf den sexualisierten Machtmissbrauch in der katholischen Kirche leisten kann. Ziel dieses Transfers an der Schnittstelle von Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht ist zum einen, grundlagenorientiert die Übertragbarkeit des „Präventionswerkzeugs“ Compliance auf einen neuen Bereich zu analysieren. Zum anderen zielt das Vorhaben auf die Erarbeitung konkreter Best-Practice-Empfehlungen für ein kirchliches Compliance Management System.

Criminal Compliance within the Catholic Church

The sexual abuse within the Catholic Church is an ongoing, highly controversial social issue: A recent report reveals how sexual abuse has been played down and covered up within the Archdiocese of Cologne for decades. A further investigation into the Archdiocese of Munich and Freising in 2022 severely incriminates the former Pope Benedict XVI. These revelations display that institutional failures facilitate the occurrence of even more crimes – a connection that is already known from the field of white-collar criminology. The Siemens corruption affair, for example, was enabled to a large extent by a Board of Directors that deliberately remained inactive. Starting from this parallel, this thesis analyses if criminal compliance, a self-regulatory mechanism established for dealing with organisational corporate crime, can be adapted to tackle the phenomenon of sexual abuse within the Catholic Church. The aim of this transfer at the interface of criminology and corporate criminal law is, on the one hand, to analyse the transferability of the "prevention tool" compliance to a new area in a fundamentally oriented way. On the other hand, the project aims to develop concrete best practice recommendations for a church-related compliance management system.

Ansprechpartnerin: Katharina Reisch

Die Berücksichtigung von Interessen- und Bedürfnislagen von Verletzten im Strafverfahren: Derzeitige Möglichkeiten, Grenzen und Alternativen im Umgang mit Betroffenen von Straftaten

Die Nachtatsituation von Verletzten ist hochkomplex und durch verschiedenste Beeinträchtigungen wirtschaftlicher, physischer und psychischer Natur geprägt. Ausgehend davon entwickeln Betroffene einer Straftat unterschiedliche Interessen- und Bedürfnislagen, die durchaus auch staatliche Akteure betreffen. Das Promotionsvorhaben von Marius Riebel untersucht im ersten Schritt jene Nachtatsituation und arbeitet insbesondere sich daraus ergebende Erwartungshaltungen an das Strafverfahren heraus. Anschließend wird analysiert, inwiefern die derzeitige Ausgestaltung des Prozesses diese verfahrensbezogenen Interessen erfüllen kann. Mit Blick auf bestehende Grenzen in tatsächlicher und prozessrechtlicher Sicht werden auch alternative staatliche Verfahren im Sinne einer „Parallel Justice“ für Verletzte  von Straftaten diskutiert.

Das Projekt wird von Frau Prof. Dr. Katharina Beckemper betreut.

The post-offense situation of injured persons is highly complex and characterized by a wide variety of impairments of an economic, physical and psychological nature. Based on this, victims of a crime develop different interests and needs, which also affect state actors. In a first step, Marius Riebel's dissertation project examines the situation after the crime and, in particular, elaborates the resulting expectations of criminal proceedings. Subsequently, it is analyzed to what extent the current design of the process can fulfill these procedural interests. With a view to existing limits in terms of factual and procedural law, alternative state procedures in the sense of parallel justice for victims of crime are also discussed.

The project is supervised by Prof. Dr. Katharina Beckemper.

Ansprechpartner: Marius Riebel

Räume der Kriminalität in Recht und Literatur

Der Begriff des Raums fällt in der kriminologischen Forschung vor allem im Sinne einer physischen Umgebung sozialer Vorgänge. Literaturwissenschaftlich wird Raum als Ort, Schauplatz oder Bühne interessant, der Figurenhandlungen ermöglicht; gleichsam eine mediale Grundlage von erzählerisch vermittelter Wahrnehmung. Unter Einbeziehung von Geertz‘ Verständnis der Kultur als Text beschäftigt sich Katharina Siepmann in ihrer Dissertation mit Raum als narrativem Element der Strafrechtsordnung; Kriminalität als Markierung oder Schaffung seiner Grenzen. Ziel der interdisziplinären Untersuchung ist es, eine gegenseitige Bezugnahme von Recht als Literatur (räumliche Narrative von Recht als kulturellem Text) und Recht in der Literatur (Wechselwirkungen von Raum und krimineller Handlung im literarischen Text) herauszustellen.

In criminology, the concept of space is primarily used in the sense of a physical social environment. To literary studies, space is of relevance as a place, scene or stage of character actions; a medial basis of narratively mediated perception at once. In her dissertation Katharina Siepmann describes space as a narrative element of the criminal law system, with reference to Geertz’s understanding of culture as text; crime as marking or setting of its limits. The goal of the interdisciplinary analysis is to expose a mutual interference of law as literature (regarding spatial narratives of law as cultural text) and law in literature (focusing interdependencies of space and criminal action in literary text).

Ansprechpartnerin: Katharina Siepmann

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