Die Forschungsstelle „Recht & Religion“ ist der Professur angegliedert. Sie dient der Erforschung des Kirchen- und Staatskirchenrechts.

Neues Augusteum, Foto: Universität Leipzig
Neues Augusteum, Foto: Universität Leipzig

Arbeitsschwerpunkte der Forschungstätigkeit bilden zum einen die von den Kirchen und von sonstigen Religionsgemeinschaften mit Wirkung für ihre Mitglieder erlassenen Normen, wobei das Interesse hier insbesondere jenen Bestimmungen gilt, denen Aussagen für das Verhältnis der betreffenden Religionsgemeinschaft zum freiheitlichen Verfassungsstaat entnommen werden können. Zum anderen befasst sich die Forschungsstelle mit den staatlich erlassenen Regelungen, die im weitesten Sinne Fragen der Religionsfreiheit sowie die Stellung der Kirchen und aller übrigen Religionsgemeinschaften berühren. Einbezogen in die Forschungstätigkeit ist zudem das Recht der Staatskirchenverträge, also das Recht jener Verträge, die der Staat mit den Kirchen sowie sonstigen Religionsgemeinschaften abschließt. Über das nationale Recht hinaus werden schließlich auch die unions- und völkerrechtlichen Implikationen der Materie einbezogen. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Forschungsstelle dem Verhältnis von Recht und Religion in einem umfassend verstandenen Sinne. Zur Erfüllung ihres Auftrages kooperiert sie international mit ausgewählten Kirchen- und staatskirchenrechtlichen Lehrstühlen sowie mit sonstigen universitären Forschungseinrichtungen.

Neben der eigentlichen Forschungstätigkeit dient die Forschungsstelle „Recht & Religion“ auch der Lehre an der Juristenfakultät. Auf diese Weise ist es ihr möglich, die Ergebnisse ihrer Forschungsaktivitäten unmittelbar in die Ausbildung der Studierenden einfließen zu lassen. Hierzu bietet sie u. a. kirchen- und staatskirchenrechtliche Seminarveranstaltungen an.

Prof. Uhle, der die Forschungsstelle leitet, hat nicht nur eine Vielzahl von Publikationen zum Kirchen- und Staatskirchenrecht verfasst, sondern ist u. a. auch Mitherausgeber der Schriftenreihen „Staatskirchenrechtliche Abhandlungen“ und „Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche“ sowie Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift „Veritas et Jus“, die in Lugano (Schweiz) erscheint. Er ist ferner Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Staatskirchenrecht der Diözesen Deutschlands. 2016 wurde er von der Deutschen Bischofskonferenz zum wissenschaftlichen Berater der Kommission VIII (Wissenschaft und Kultur) berufen. Seit 2018 ist er zudem Tagungsleiter der jährlich stattfindenden „Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche“. 

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