Die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultät stellen sich vor

Seit dem WS 2019/20 sind wir die Gleichstellungsbeauftragten der Juristenfakultät der Universität Leipzig.

Unsere Tätigkeit ist Teil des Gleichstellungsauftrags der Universität. Sie beruht auf § 55 Abs. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz, nach dem der_die Gleichstellungsbeauftragte in seinem_ihrem Zuständigkeitsbereich auf die Herstellung der Chancengleichheit für Frauen und Männer und auf die Vermeidung von Nachteilen für Mitglieder und Angehörige der Hochschule hinwirkt. Dieser weit verstandene Gleichstellungsbegriff wird uns Richtlinie sein, um die Chancengleichheit innerhalb der Fakultät unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlicher Beeinträchtigung, Herkunft oder familiärer Rahmenbedingungen zu verbessern.

Als berufstätige Eltern wissen wir, dass fehlende Chancengleichheit oft nicht sofort sichtbar ist. Sie wirkt in vorhandenen Strukturen und tradierten Handlungsweisen fort. Nur ein Beispiel ist die Verwendung von Stereotypen in der juristischen Ausbildungsliteratur. Bei solchen Hemmnissen möchten wir ansetzen, sensibilisieren und verändern. Möglichkeiten dazu haben wir einerseits innerhalb der Gremienarbeit im Fakultätsrat und in Berufungsverfahren. Außerdem möchten wir umfassend über Chancengleichheit an der Universität informieren und mögliche Hilfsangeboten, wie dem Familienservice, vermitteln.

Gleichstellung kann nicht im Alleingang gelingen, sondern braucht die Mitwirkung aller: Wenden Sie sich an uns, wenn Sie Einschränkungen der Chancengleichheit oder Benachteiligungen innerhalb der Fakultät wahrnehmen, ganz besonders, wenn Sie selbst das Gefühl haben, betroffen zu sein. Als Gleichstellungsbeauftragte können wir Einfluss auf Ihr Anliegen nehmen oder Hilfsangebote vermitteln.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie:

  • Informationen, Beratung und Hilfe zum Studium mit Kind bzw. der Vereinbarkeit von Studium/Beruf an der Juristenfakultät und Familie wünschen
  • Beratung zum Thema Mobbing, sexuelle Gewalt oder Stalking brauchen
  • auf anonymen Weg einer Lehrkraft unangemessene Äußerungen melden wollen
  • Verbesserungsbedarf sehen und/oder Ideen für eine geschlechtergerechtere Gestaltung der Juristenfakultät haben

 

Almuth Buschmann und Constantin Rechenberg

Aktuelle Themen

Im Januar 2021 wurde an der Juristenfakultät eine Befragung zu Diskriminierung, gendergerechter Sprache und der Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Care-Arbeit durchgeführt. Die Befragungsergebnisse können Sie hier nachlesen.

Befragungsergebnisse
PDF 2 MB

Sie studieren oder arbeiten an der Juristenfakultät mit Kind? Dann schließen Sie sich für den gegenseitigen Austausch und zur Unterstützung unserem Elternnetzwerk an! Einen ersten Kontakt können Sie über den folgenden Moodle-Kurs knüpfen: https://moodle2.uni-leipzig.de/course/view.php?id=33412

Wer in die Verlegenheit kommt, die eigenen oder andere Kinder für kurze Zeit an der Fakultät beschäftigen zu müssen, kann sich ab sofort im Dekanat einen mobilen Spielkoffer ausliehen (siehe auch unter https://magazin.uni-leipzig.de/2019/10/makz-machts-moeglich/). Er enthält verschiedene Spielsachen für Kinder zwischen 0 bis ca. 7 Jahren und kann von allen Angehörigen der Fakultät für die Kinderbetreuung genutzt werden.
Ansprechparter:innen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats in der Burgstr. 27, 4. Etage: z.B. im Sekretariat Frau Müller, das Studienbüro, Dekanatsrat Dr. Kraus etc.

Die deutsche Rechtswissenschaft und Rechtspraxis sind deutlich weniger divers als die Gesellschaft; insbesondere People of Color fehlen. Die bisherigen empirischen Befunde erlauben eine erste Analyse der Faktoren, die zur gegenwärtigen Homogenität beitragen. Dem Rechtssystem fehlen nicht nur diverse Perspektiven, das Diversitätsdefizit kann auch gesellschaftliche Akzeptanz- und Legitimationsprobleme nach sich ziehen. Der Essay macht Vorschläge für gleichberechtigte Teilhabe an den juristischen Berufsfeldern und lädt ein zum Austausch über Diversität als aktueller und drängender Herausforderung für Wissenschaft und Praxis. Der Text ist eine Einladung zum gemeinsamen Handeln, aber auch zum gemeinsamen Nachdenken und Weiter-forschen.

Diversität in Rechtswissenschaft und Rechtspraxis

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