Die Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät stellen sich vor

Unsere Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragten der Juristenfakultät der Universität Leipzig ist Teil des Gleichstellungsauftrags der Universität. Sie beruht auf § 55 Abs. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz, nach dem der/die Gleichstellungsbeauftragte in seinem/ihrem Zuständigkeitsbereich auf die Herstellung der Chancengleichheit für Frauen und Männer und auf die Vermeidung von Nachteilen für Mitglieder und Angehörige der Hochschule hinwirkt. 

Dieser weit verstandene Gleichstellungsbegriff wird uns Richtlinie sein, um die Chancengleichheit innerhalb der Fakultät unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlicher Beeinträchtigung, Herkunft oder familiärer Rahmenbedingungen zu verbessern.

Fehlende Chancengleichheit ist oft nicht sofort sichtbar ist. Sie wirkt in vorhandenen Strukturen und tradierten Handlungsweisen fort. 

Nur ein Beispiel ist die Verwendung von Stereotypen in der juristischen Ausbildungsliteratur. Bei solchen Hemmnissen möchten wir ansetzen, sensibilisieren und verändern. Möglichkeiten dazu haben wir einerseits innerhalb der Gremienarbeit im Fakultätsrat, sowie in Berufungsverfahren. Außerdem möchten wir umfassend über Chancengleichheit an der Universität informieren und mögliche Hilfsangeboten, wie dem Familienservice für Studierende mit Kind, vermitteln.

Gleichstellung kann nicht im Alleingang gelingen, sondern braucht die Mitwirkung aller: Wenden Sie sich an uns, wenn Sie Einschränkungen der Chancengleichheit oder Benachteiligungen innerhalb der Fakultät wahrnehmen, besonders, wenn Sie selbst das Gefühl haben, betroffen zu sein. Als Gleichstellungsbeauftragte können wir Einfluss auf Ihr Anliegen nehmen oder Hilfsangebote vermitteln.

 

Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie:

  • Informationen, Beratung und Hilfe zum Studium mit Kind bzw. der Vereinbarkeit von Studium/Beruf an der Juristenfakultät und Familie wünschen
  • Beratung zum Thema Mobbing, sexuelle Gewalt oder Stalking brauchen
  • auf anonymen Weg einer Lehrkraft unangemessene Äußerungen melden wollen
  • Verbesserungsbedarf sehen und/oder Ideen für eine geschlechtergerechtere Gestaltung der Juristenfakultät haben

 

Jannika Thomas

Eine motivierte Gruppe von Personen in einem Raum vor einen Pinnwand. Sie alle heben die linke Faust nach oben.
Foto: Colourbox

Aktuelle Veranstaltungen

  • "Gruppenpraktikum Gleichstellung" vom 07. März 2022 bis zum 01. April 2022 an der Universität Tübingen

Das Programm

Auch wenn die Mehrheit der Studierenden an den juristischen Fakultäten inzwischen weiblich ist, sind die Berufsperspektiven ganz überwiegend von männlichen Vorbildern geprägt. Das Gruppenpraktikum bietet die Möglichkeit, Einblicke in die Berufswege und Tätigkeiten von Juristinnen zu bekommen und sich mit gleichstellungsrelevanten Themen und Tätigkeiten auseinanderzusetzen.

Teilnehmende

Das Gruppenpraktikum richtet sich an Studierende der Rechtswissenschaft jeden Geschlechts.

Ablauf

Den Teilnehmenden wird eine Praxisstelle zugeteilt. Etwa vier Tage jeder Woche verbringen die Studierenden in den praktischen Ausbildungsstellen. Dort begleiten sie eine*n Jurist*in im Berufsalltag. Die Praxisstelle werden entweder von Juristinnen betreut oder haben einen inhaltlichen Bezug zum Thema Gleichstellung. Daneben wird das Gleichstellungsteam ein Rahmenprogramm gestalten, welches aus Vorträgen und Workshops zu Themen der Gleichstellung und der juristischen Berufsfelder bestehen wird.

Bewerbung

Studierende jeden Geschlechts können sich bis zum 16.01.2022 digital mit dem Bewerbungsformular, einem tabellarischen Lebenslauf und den bisher erworbenen Leistungsnachweisen bei der Gleichstellungsbeauftragten der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen bewerben.
Das Bewerbungsformular und alle weiteren Informationen finden Sie hier.


Bewerbungsformular
PDF 118 KB

Plakat zur Veranstaltung
PDF 774 KB

Flyer zur Veranstaltung
PDF 262 KB

 

 

  • "Berufsbilder für Jurist:innen" am 26. Januar 2022 um 20.15 Uhr via ZOOM

 

Das Gleichstellungsteam der Universität Göttingen veranstaltet am 26.01.2022 um 20:15 Uhr eine Informationsveranstaltung über das Berufsbild der Professorin.
Ziel des ganzen ist es, mehr junge Frauen für die Karriere in der Wissenschaft, besonders für den Beruf der Professorin zu ermutigen. Eingeladen wurden dafür drei Referentinnen, unter anderem Prof. Dr. Elisa Hoven, die aus ihren Erfahrungen berichten. Da die Veranstaltung über Zoom stattfindet, ist es möglich, aus ganz Deutschland an der Veranstaltung teilzunehmen und Fragen zu stellen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Voranmeldung finden Sie hier:

Plakat Berufsperspektiven für Jurist:innen
PDF 314 KB

Aktuelle Themen

Im Januar 2021 wurde an der Juristenfakultät eine Befragung zu Diskriminierung, gendergerechter Sprache und der Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Care-Arbeit durchgeführt. Die Befragungsergebnisse können Sie hier nachlesen.

Befragungsergebnisse
PDF 2 MB

Sie studieren oder arbeiten an der Juristenfakultät mit Kind? Dann schließen Sie sich für den gegenseitigen Austausch und zur Unterstützung unserem Elternnetzwerk an! Einen ersten Kontakt können Sie über den folgenden Moodle-Kurs knüpfen: https://moodle2.uni-leipzig.de/course/view.php?id=33412

Wer in die Verlegenheit kommt, die eigenen oder andere Kinder für kurze Zeit an der Fakultät beschäftigen zu müssen, kann sich ab sofort im Dekanat einen mobilen Spielkoffer ausliehen (siehe auch unter https://magazin.uni-leipzig.de/2019/10/makz-machts-moeglich/). Er enthält verschiedene Spielsachen für Kinder zwischen 0 bis ca. 7 Jahren und kann von allen Angehörigen der Fakultät für die Kinderbetreuung genutzt werden.
Ansprechparter:innen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats in der Burgstr. 27, 4. Etage: z.B. im Sekretariat Frau Müller, das Studienbüro, Dekanatsrat Dr. Kraus etc.

Die deutsche Rechtswissenschaft und Rechtspraxis sind deutlich weniger divers als die Gesellschaft; insbesondere People of Color fehlen. Die bisherigen empirischen Befunde erlauben eine erste Analyse der Faktoren, die zur gegenwärtigen Homogenität beitragen. Dem Rechtssystem fehlen nicht nur diverse Perspektiven, das Diversitätsdefizit kann auch gesellschaftliche Akzeptanz- und Legitimationsprobleme nach sich ziehen. Der Essay macht Vorschläge für gleichberechtigte Teilhabe an den juristischen Berufsfeldern und lädt ein zum Austausch über Diversität als aktueller und drängender Herausforderung für Wissenschaft und Praxis. Der Text ist eine Einladung zum gemeinsamen Handeln, aber auch zum gemeinsamen Nachdenken und Weiter-forschen.

Diversität in Rechtswissenschaft und Rechtspraxis

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