Der richtige Zeitpunkt für ein Erasmus-Jahr

Im Jurastudium stellt das Erasmusjahr grundsätzlich ein zusätzliches Jahr dar. Im Examen wird vorwiegend deutsches Recht geprüft, dieses lernt man nicht im Ausland. Daher erhält man unter bestimmten Voraussetzungen aber auch zwei zusätzliche Semester für den Freiversuch. Durch das Auslandsjahr werden hauptsächlich zusätzliche Kenntnisse erworben, die nicht Gegenstand des regulären Studiums sind. Anrechnungen sind dennoch an einigen Stellen möglich. Zudem kann das Auslandsjahr bei entsprechender Ausgestaltung für ein späteres LL.M.-Programm an der Fakultät angerechnet werden.

Für das Einlegen des Auslandsjahres gibt es klassisch 2 Zeitpunkte. Sowohl nach dem 4. als auch nach dem 6. Semester kann das Studium gut für die zusätzliche Qualifikation "Auslandsjahr" unterbrochen werden. Nach Rückkehr steigt man dann in den Studienablauf an der Stelle wieder ein, an der die Unterbrechung erfolgte (5. bzw. 7. Semester des Studienplans).

Vorteile des Auslandsjahres nach dem 4. Semester können sein:

  • Anrechnung von Vorlesungen an der Gasthochschule für den Schwerpunkt
  • Fachspezifischer Fremdsprachennachweis
  • Längere Wiedereingewöhnungszeit im Hinblick auf die Examensvorbereitung und das Examen
  • Unterschiedliche Vorlesungszeiten zwischen der Heimat- und der Gasthochschule ermöglichen anrechenbare Praktika zu anderen Zeiten und erhalten daher die Chance auf "gute Praktika"
  • Gesteigertes Verständnis von Recht aufgrund von Vergleichsmöglichkeiten, anderer Lehrmethoden etc.

Vorteile des Auslandsjahres nach dem 6. Semester können sein:

  • Anrechnung von Vorlesungen an der Gasthochschule für den Schwerpunkt
  • Fachspezifischer Fremdsprachennachweis
  • Besserer Zugang zu fremder Rechtsordnung aufgrund intensiver Kenntnisse des deutschen Rechts
  • Motivationsschub für die anstehende Examensvorbereitung
  • Praktika sind auch hier möglich
letzte Änderung: 05.07.2018