Anerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen

Pflichtfachstudium

Eine Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen für die staatliche Pflichtfachprüfung ist auf Antrag nach § 18 Absatz 4 SächsJAPO beim LJPA möglich, sofern sie gleichwertig sind. Erfolgt eine Anerkennung von Studienleistungen, dann wird das Semester des Auslandsstudiums, in dem die Leistung erbracht wurde, auf die Regelstudienzeit angerechnet. Für den Freiversuch stellen die Auslandssemester keine zusätzlichen Semester dar.

Eine Anerkennung ohne Anrechnung des Auslandssemesters auf die Regelstudienzeit ist ausnahmsweise möglich bei

  • einem fachspezifischer Fremdsprachennachweis
  • einem Leistungsnachweis im deutschen Recht

wenn dieser zusätzlich zu den 10 ECTS-Punkten in den juristischen Kernfächern erbracht wird.

Universitärer Schwerpunkt

Soweit eine Nichtanrechnung der Auslandssemester für den Staatliche Pflichtfachprüfung erfolgen soll, können nur solche Leistungen im der Universitären Schwerpunktbereich anerkannt werden, die zusätzlich zu den 10 ECTS für den staatlichen Freiversuch erbracht werden.

Pflichtfächer: Die Teilnahme an einer gleichwertigen Lehrveranstaltung an einer anderen (ausländischen) Universität kann durch den Schwerpunktbereichskoordinierenden anerkannt werden. Der Student hat die Gleichwertigkeit und die regelmäßige Teilnahme durch Vorlage entsprechender Beschreibungen und Bescheinigungen glaubhaft zu machen. Die Anerkennung erfolgt durch die Gegenzeichnung des Schwerpunktbereichkoordinierenden auf dem Belegbogen. Es wird empfohlen mit dem jeweiligen Schwerpunktbereichskoordierenden im Vorfeld abzustimmen, ob Gleichwertigkeit vorliegt. Von der Anrechnung der Pflichtfächer wird abgeraten, da die Pflichtfächer maßgeblich für den Stoffumfang der Schwerpunktbereichsklausur sind.

Wahlfächer: Die Teilnahme an einer gleichwertigen Lehrveranstaltung an einer anderen (ausländischen) Universität kann durch den Schwerpunktbereichskoordinierenden anerkannt werden. Der Student hat die Gleichwertigkeit und die regelmäßige Teilnahme durch Vorlage entsprechender Beschreibungen und Bescheinigungen glaubhaft zu machen. Die Anerkennung erfolgt durch die Gegenzeichnung des Schwerpunktbereichkoordinierenden auf dem Belegbogen. Es wird empfohlen mit dem jeweiligen Schwerpunktbereichskoordinierenden im Vorfeld abzustimmen, ob Gleichwertigkeit vorliegt.

Zulassungsseminar: (vgl. § 20 Abs 2 S 1 Nr 7, §§ 21, 2, 15 Abs 4 PrüfO): Eine Anerkennung von einer im Ausland erbrachten, mit dem Zulassungsseminar in Leipzig vergleichbaren Leistung kann durch den Prüfungsausschuss erfolgen. Für die Anerkennung eines Zulassungsseminars ist die bloße Teilnahme an einem Seminar nicht ausreichend. Es muss eine gleichwertige Leistungsüberprüfung (Seminararbeit sowie Seminarvortrag) bestanden werden.

Schwerpunktbereichsprüfung: Die Leistungen in der Schwerpunktbereichsprüfung (Klausur und Prüfungsseminar) sind in Leipzig zu erbringen. Eine Anerkennung scheidet aus.

Masterprogramme der Fakultät

Die Juristenfakultät bietet die Studiengänge "Europäischer Privatrechtsverkehr" und "Recht der Europäischen Integration" als Masterprogramme an, die nach dem Ersten Staatsexamen zu einem LL.M. führen. Wird beabsichtigt in Zukunft eines dieser Programme zu belegen, so können die in diesem Studium erforderlichen Semester im Ausland bereits während des Erasmusjahres im grundständigen Studium erbracht werden. Es ist darauf zu achten, dass die gewählten Kurse den geforderten Modulen des in Aussicht genommenen Masterprogramms entsprechen. Eine Abstimmung der Kurswahl kann mit dem jeweiligen Verantwortlichen für das entsprechende Masterprogramm getroffen werden. Es besteht auch die Möglichkeit sich die Übereinstimmung der gewählten Kurse im Ausland mit den Modulen und die Anerkennungsfähigkeit der Veranstaltungen für das Masterprogramm im Vorhinein vom jeweiligen Masterverantwortlichen bescheinigen zu lassen.

letzte Änderung: 05.07.2018